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Das ferrareser Brot


Im Jahr 1536 gab ein gewisser Messer Giglio ein wichtiges Abendessen für den Herzog von Ferrara. Dabei war auch Cristoforo da Messisbugo, der grandiose Küchenmeister des herzöglichen Hofes. Bei Tisch soll dieser über ein "verdrehtes oder gekrümmtes" Brot gesprochen haben, das aus unterschiedlichen Elementen zusammengesetzt war. 

Es ist zu vermuten, daß er die sogenannte “Coppia” meinte, das ferrareser Brot, das später zum Symbol einer ganzen Kultur wurde. Es war eine Zeit, in der man es sich leisten konnte, auch einfachste Lebensmittel nach ästhetischen Kriterien zu betrachten und zu formen. Das ferrareser Brot, ein leichtes, knuspriges Gebäck aus zwei zopfartigen langen Hörnchen, die in der Mitte wie ein “X” zusammenlaufen, avancierte schnell zu einem wahrhaften backtechnischen Kunstwerk. Schon viele haben versucht, dieses Brot nachzuahmen, doch den meisten fehlten die Schlüssel zum Erfolg: ein jahrhundertelang überliefertes Wissen, Zutaten von hervorragender Qualität, die richtigen Bedingungen für optimale Gärung, die Luftfeuchtigkeit, die Ofentemperatur und nicht zuletzt die Geschicklichkeit der ferrareser Bäcker. 

Man braucht nur früh morgens durch die Straßen von Ferrara zu laufen und wird sehr schnell von einem überwältigenden Duft umfangen, der einen schnurstracks in die nächste Bäckerei an der Ecke treibt, um dieses köstliche Gebäck einmal zu probieren. Das Brot von Ferrara ist übrigens dank seiner langen Geschichte, seiner Qualität und seines unverwechselbaren Aussehens durch das von der EU vergebene Markenzeichen I.G.P. in seiner geographischen Identität geschützt.






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